Wie ein Custom-Tray die Ankerkraut-Gewürze aus dem Schrank auf die Arbeitsplatte holt — und aus einem Produkt, das man sucht, eines macht, das man jeden Tag sieht.
Das Tray ist kein Schrankeinsatz und kein Regalorganizer. Es ist ein eigenständiges Objekt, das offen auf der Arbeitsplatte steht — genau dort, wo Ankerkraut jeden Tag gebraucht wird.
Die Gläser stehen aufrecht, sichtbar und griffbereit statt hintereinander im Schrank. Aus einem Vorratsartikel wird ein Ausstattungsstück der Küche.
Von oben wird die Systematik sichtbar: eingelassene Aufnahmen halten jedes Glas an seiner Position. Nichts kippt, nichts verrutscht, nichts liegt lose daneben.
Wer ein Gewürz herausnimmt, sieht sofort, wohin es zurückgehört — Ordnung, die sich von selbst hält und deshalb auch nach Wochen noch aussieht wie am ersten Tag.
Gewürze verschwinden nach dem Kauf im Schrank — und mit ihnen die Marke. Unser Grundsatz für dieses Produkt war deshalb einfach: Ankerkraut gehört sichtbar auf die Arbeitsplatte. Wer durch seine Küche läuft oder Freunde zu Besuch hat, erzeugt so jedes Mal einen Markenkontakt statt einer geschlossenen Schranktür.
Was sichtbar ist, wird benutzt. Gewürze, die offen in der Küche stehen, landen häufiger im Topf als die, die man erst suchen muss. Der Effekt ist doppelt: mehr Verbrauch, kürzere Wiederkaufzyklen — und ein Produkt, das sich nicht in Erinnerung rufen muss, weil es ohnehin täglich im Blick ist.
Das Produkt sollte nicht nur funktionieren, sondern sich auch rechnen: eine kreative Eigenentwicklung mit hoher Marge statt austauschbarer Werbeartikel. Dazu ein kompromissloser Brand-Fit — von der Formensprache bis zur Materialwahl, damit das Objekt aussieht, als hätte Ankerkraut es schon immer gemacht.
„Ein Gewürz im Schrank wird einmal gekauft. Ein Gewürz in der Küche gehört zum Alltag."
— Unser Grundsatz für dieses Produkt
Aus dem Grundsatz „raus aus dem Schrank" wurde ein konkretes Objekt: ein Tray, das die Gewürzgläser von Ankerkraut passgenau aufnimmt, sicher hält und bewusst offen in der Küche steht. Form, Proportion und Materialanmutung haben wir dabei von Anfang an an der Marke ausgerichtet — kein Werbeartikel mit Logo, sondern ein Ankerkraut-Produkt.
Im Review mit Ankerkraut kam ein kurzer, aber entscheidender Hinweis: Es gibt weitere Produkte im Sortiment mit einem anderen Glasdurchmesser — und die wären eigentlich genauso schön im Tray aufgehoben. Ein Satz, der das Konzept nicht kaputt gemacht, sondern größer gemacht hat.
Statt das Feedback als Nachtrag zu behandeln, sind wir noch einmal in die Konzeptionsphase zurück. Die Frage war nicht „passt das zweite Format irgendwie auch noch rein?", sondern: Wie hält ein einziges Tray zwei Durchmesser — ohne beliebig zu wirken und ohne dass der Kunde raten muss, was wohin gehört?
Die Antwort waren zwei definierte Aufnahmen: zwei Durchmesser, zwei Lochtiefen. Jedes Format sitzt sicher in der Aufnahme, die für es gemacht ist — und die unterschiedliche Tiefe macht auf einen Blick verständlich, was wohin gehört. Damit ließen sich beide Produktlinien sicher und selbsterklärend im selben Objekt platzieren. Mit diesem Konzept sind wir zurück auf Ankerkraut zugegangen.
Schnittdarstellung, schematisch — größerer Durchmesser mit geringerer Tiefe, kleinerer Durchmesser mit größerer Tiefe.
Die beiden Aufnahmen unterscheiden sich nicht nur im Durchmesser, sondern auch in der Tiefe. Das hat zwei Effekte: Jedes Glas sitzt fest in der für es vorgesehenen Position — und der Kunde erkennt sofort, welches Produkt wohin gehört, ohne dass es dafür eine Beschriftung oder Anleitung braucht.
So bleibt aus zwei Produktlinien ein einziges, ruhiges Objekt — statt zwei getrennter Trays, die sich in der Küche gegenseitig Platz wegnehmen.
Seit der Umsetzung steht Ankerkraut dort, wo die Marke hingehört: offen in der Küche statt geschlossen im Schrank — und damit jeden Tag im Blick, auch an den Tagen, an denen niemand an Gewürze denkt.
Der Effekt zahlt genau auf die Währung ein, für die das Produkt gebaut wurde: sichtbarer Markenkontakt im Alltag, ein Gesprächsanlass, sobald Besuch in der Küche steht — und Gläser, die häufiger in die Hand genommen werden, weil sie nicht erst gesucht werden müssen.
Ein Objekt, das die Marke nicht auf sich klebt, sondern trägt.
Erzähl uns, wo deine Marke im Alltag deiner Kunden sichtbar werden soll — wir entwickeln das passende Custom-Produkt dazu. Kein Honorar, volle Umsetzung.